Historie und Befund

Die Orgel, auch „Königin der Instrumente“ genannt, spielt seit jeher in unserem Gemeindeleben eine herausragende Rolle – nicht nur bei Gottesdiensten, sondern auch bei Taufen, Hochzeiten, Trauerfeiern und öffentlichen Konzerten. Die Orgel in der Flemhuder St. Georg- und Mauritiuskirche wurde in den Jahren 1838 - 1840 von der renommierten Firma Marcussen aus Apenrade gebaut.

Seit 1966 wurde die Orgel nach und nach erneuert unter Verwendung einiger historischer Register. Doch schon bald beklagte der orgelkundige Gemeindepastor, dass an Gehäuse und Mechanik noch mancherlei Mängel zu beheben seien. Zwischenzeitliche Reparaturen waren immer nur Flickwerk. Und so kommt auch der Orgelsachverständige Dr. Joachim Walter in seinem aktuellen Gutachten zu dem Ergebnis, dass die „verarbeiteten Materialien und die Konstruktionsweise mit Bindfadentraktur für Pedal und Manualladen von einfachster Bauweise“ zeugen. Er bescheinigt eine „schwache handwerkliche Leistung“ und empfiehlt vor dem Hintergrund des Instrumentenwertes einen Neubau.

 

Planung und Auftrag

Aufgrund dieser fachkundigen Einschätzung hat der Kirchenvorstand den Neubau einer Orgel mit 20 Registern beschlossen, möglichst unter Verwendung von historischem Material. So soll der Prospekt der ursprünglichen Marcussen-Orgel weitgehend erhalten bleiben.

Seit Sommer 2009 hat ein Ausschuss im Auftrag des Kirchenvorstandes und in enger Abstimmung mit dem Orgelsachverständigen das Projekt vorangetrieben. Nach intensiven Beratungen und zahlreichen Hör- und Klangproben von Orgeln landesweit wurde das Leistungsverzeichnis als Grundlage der Ausschreibung erstellt. Drei Angebote wurden geprüft und der Auftrag an die Firma Rudolf von Beckerath Orgelbau GmbH aus Hamburg vergeben.

 

Hörprobe:
Sie hören das Stück Tuba Tune" von C.S. Lang (1891-1971), gespielt von Herrn Stephen Kettterer auf seiner  von-Beckerath-"Hausorgel" in Edgewood, Connecticut, USA.

 

Klangcharakter

Die Anforderungen werden im Leistungsverzeichnis formuliert:

„Das 1. Manual fungiert als Hauptwerk mit vollem Prinzipalchor, erweitert um sanfte Stimmen.

Das 2. Manual war ursprünglich ein schwächeres Nebenmanual. Das soll nun gegenüber der Originaldisposition klanglich aufgewertet werden.

Das Pedal erfährt ebenfalls eine Aufwertung durch Dispositionserweiterung, aus finanziellen und Platzgründen mit zwei  Transmissionen aus den Manualwerken.

 

Die Intonation möge sich an einem Übergangsstil zwischen Barock und Romantik orientieren, bei der der Orgelklang wohl grundtönig und füllend sein darf, aber nicht zu Lasten von Klarheit und polyphoner Durchhörbarkeit ... . Mit dieser Klangcharakteristik wird dem Bedarfsprofil der Gemeinde Rechnung getragen, die ein Instrument benötigt, das hauptsächlich bei Gottesdiensten, darüber hinaus aber auch bei Amtshandlungen und öffentlichen Konzerten zum Einsatz kommt. Das Instrument soll in seiner Stilistik und sehr qualitätsvollen Ausführung eine Bereicherung der Orgellandschaft darstellen."

 


Musik in der Kirche Flemhude

Adresse

Kirchengemeinde Flemhude
Pastor A. Lux
Kirchkamp 1
24107 Flemhude

Tel. 04340- 8164
Fax: 04340-9031

kircheflemhude©noSpamgmx.net

Ihre Ansprechpartnerinnen:

  • Annika Frenzke
  • Anke Schlenz

Bürozeiten:

Mo, Di, Do, Fr
von 09.00 bis 12.00 Uhr

Direkter Kontakt